Gerade aus der weit verbreiteten Annahme heraus, Designer wären automatisch begnadete Künstler und könnten toll mit Pinsel und Stift umgehen, ergibt sich ein falsches Bild. Im Gegensatz zur Kunst ist Design rein zweckgebunden und verfolgt eine funktionale Absicht. Im Deutschen gibt es den Begriff der „Gebrauchsgrafik“, der zwar nicht so sexy klingt, im Grunde aber sehr treffend ist: Gestaltung für etwas, das gebraucht wird, das benutzt werden soll.
Was aber genau ist gutes Design? Was bringt uns dazu, Produkt A zu kaufen und Produkt B nicht? Wieso bestellen wir lieber bei Online-Shop C statt bei Shop D – trotz des gleichen Angebots? Weil es uns subjektiv besser gefällt.
Gutes Design erkennt man nicht daran, ob ein Logo grün oder blau ist. Man erkennt es daran, dass es zur Marke passt und deswegen grün oder blau ist. Denn gutes Design ist in erster Linie eines: ansprechend. Und das ist wörtlich zu nehmen: Es muss den Betrachter oder Benutzer in irgendeiner Form emotional berühren. Gutes Design holt Menschen ab, weil es ein vordergründiges oder unterbewusstes Bedürfnis anspricht. Die weichen Faktoren also sind es, die gute Gestaltung ausmachen.
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